Berichte aus 2010


Aktuelles 2016  2015  2014  2013  2012  2011  2010  2009  2008
 Bericht 2010 als PDF-Datei herunterladen

Bericht  der      vom Donnerstag, 16. Dezember  2010


„Ett is för jeden watt debie"

Heimatabend mit Grünkohlessen und Programm / Heimatmusikanten aus Darme zu Gast

GESCHER (bv). Der Pflege von Kultur und Brauchtum verbunden fühlen sich viele Bürger in Gescher. Dazu zählen auch die Mitglieder und Freunde des Heimatvereins, wie auf dem jüngsten großen Heimatabend mit Grünkohlessen und Programm im Hotel Grimmelt deutlich wurde. Da strahlte der Vorsitzende Elmar Rotherm, als er rund 150 Förderer und Freunde des Traditionsvereins willkommen heißen durfte, darunter eine Stimmungsgruppe aus Lingen-Darme.

„Ett is för jeden watt debie", machte Rotherm in seiner Begrüßung neugierig. Damit sollte er Recht behalten. Nachdem Geschers Original und Stimmungskanone Hans Rieken mit seiner Harmonika durch die Tischreihen gezogen war und alle in Schwung gebracht hatte, folgte das typisch münsterländische Menü „Moos und Mettwoste" aus der Küche Grimmelt.

Nach der ausgedehnten Stärkung bei guter Unterhaltung galt es, ein umfangreiches

 Programm zu bestreiten. Den Auftakt machte Hans Sommer mit dem Gedicht „Ein Päckchen aus Amerika", das die Nachkriegssituation mit einigen Überraschungen beschrieb. Bernhard Jebing wusste Amüsantes vom Kater auf der Fensterbank zu erzählen. Mit den Heimathausmusikanten aus Darme trat eine Überraschungsgruppe auf in Original Heimatvereinstracht. Die fast zwanzig Männer und Frauen verstanden es von Anfang an, mit plattdeutschen musikalischen Beiträgen, Akkordeonbegleitung und Gesängen wahre Beifallsstürme zu entfachen.

Die Mannschaft von Stadt-TV Gescher mit Aloys Strotmann und Anton Nienhuis an der Spitze hatte einen Filmbeitrag über die Errich­tung der Schirmschoppe im Jahre 1995 unter Leitung von Theo Gödde ausgegraben, der seinerzeit von Hermann Abbing kommentiert worden war.

Mit den Heimathausmusikanten aus Darme (kleines Foto)trat eine Überraschungsgruppe in Original 
Heimatvereinstracht auf dem Heimatabend bei Grimmelt auf, zu dem rund 150 Besucher kamen

 Foto: Kortbus

Einige Döhnekes zum Besten gab auch Musikant Rieken, bevor Christel Hetrodt einen Bericht der ehemali­gen Gescheranerin Marga Hanses über Bräuche in Gescher anlässlich einer Kinderkommunion vor hundert Jahren wiedergab. Wie vor hundert Jahren geheiratet wurde, brachte Anton Horstick auf humorige Weise zu Gehör, und Reinhold Bußwolder zitierte Hubert Vehlken aus Kriegs- und Nachkriegszeiten.

Wenn Gescher schon als Glockenstadt fast in aller Welt bekannt ist, dann muss auch

 Schillers Lied von der Glocke immer bekannter werden. Dafür sorgte Maria Sicking mit ihrem Beitrag in abgespeckter Form auf Plattdeutsch. Zwischendurch wurden bekannte Lieder gemeinsam angestimmt.

Nach einem abschließenden Auftritt der Heimathausmusikanten galt der Dank des Vorsitzenden allen Akteuren, die einmal mehr zum guten Gelingen beigetragen hatten. Stutenkerle und Präsente konnten sie als kleines Dankeschön in Empfang nehmen.

 

Bericht  der      vom Freitag, 10. Dezember  2010


"Rad föhrn hölt jung"

Montagsfahrer in Gescher feiern Jahresabschluss mit Filmbeitrag und Stutenkerl

GESCHER (bv). Mehr als ein Viertel- jahrhundert gibt es die Montagsfahrer im Heimatverein. Die Gruppe ist alle Jahre wieder voller Schwung zur Stelle, wenn im Frühjahr die Radeltouren beginnen. Vierzehn Jahre lang hatte Rudolf Rennert das Kommando; auf neun Jahre an der Spitze hat es Josef Kribbel gebracht. Seit nunmehr vier Jahren ist Bernhard Lammering Chef.

Was einst klein begann, hat im Laufe der Jahre so viel Zuspruch durch Paohbürger, Heimatfreunde und Hobbyradler gefunden, dass man sich um den Radler­nachwuchs keine Sorgen machen müsse, bestätigt Bernhard Lammering. Auch über 80-Jährige wie Erich Hermeier, Hubert Mesken oder Hans Feldmann schwingen sich ohne Probleme auf die Leezen und halten gut mit. „Rad föhrn hölt jung, un daorüm do wie datt", merkt Hans Feldmann schmunzelnd an.

So sieht das auch Maria Mesken, die mit Maria Robers und anderen ebenfalls zum Kreis der über 80-jährigen Radlerinnen zählt. Sorgfältig fährt ein Team in jeder Woche die Route aus und macht auf halber Strecke eine Kaffeetafel aus, die dann angefahren wird. Nicht allzu lang darf diese Strecke sein, damit alle bei gemächlichem Tempo mitfahren können.

Verkehrssichere Drahtesel sind dabei ein Muss, und Unterweisungen in Erster Hilfe werden ebenfalls angeboten. Möglichst fernab der Hauptstraßen führt die Route über verschlungene Pfade. Warnwesten für die Leitergruppe werden ebenfalls angelegt. Und bei einem Plattfuß weiß man sich immer mit Reparatur oder Fahrradtausch zu helfen. „Off ick frog efack bin'n Buer up Platt an, un dann lehnt de mie ok 'n Rad", weiß sich Lammering zu helfen.

Bewährte Organisatoren der Montagsfahrer (v.l.): Josef Kribbel, Bernhard Lammering, Josef Brillert, Günther Wortberg, Heinz Gesing, Josef Bieber, Willi Köjer.         

 Foto: Josef Tüber

Der Abschluss der Radsaison ist immer etwas Besonderes. Dafür hatte Familie Kösters in ihrem Saal die Kaffeetafel gedeckt, und Geschers Original Hans Ricken mit seiner Harmonika durfte auf keinen Fall fehlen.

Über 70 junggebliebene ältere Montagsfahrer konnte Bernhard Lammering jetzt begrüßen. Gerda van Geldern trug ein Gedicht von Theoder Storm vor und Hans Rieken erzählte von St. Nikolaus. Der machte dann auch höchstpersönlich seine Aufwartung und las aus seinem goldenen Buch gekonnt in Versform vor über die Christen, die Kirche und ihre Probleme. 

Ein dickes Lob vom Nikolaus (Franz-Josef Menker) ernteten die Montagsfahrer. Die beiden Cheforganisatoren Bernhard Lammering und Josef Brillert erhielten ein Extra-Präsent, die übrigen Teammitglieder eine leckere Mettwurst als Dankeschön für ihren Einsatz. Einen Stutenkerl für alle gab es ebenfalls.

Knecht Ruprechts (Reinhold Löhring) Rute kam nicht zum Einsatz. „Vom Ton zum Klinker" lautete der Titel eines Filmbeitrages von Stadt-TV Gescher, den Josef Tüber vorführte und der vom Ziegelwerk H & J Iking aus Gescher handelte. Dankesworte galten zum Abschluss allen Akteuren

 

Nachrichten  der      vom Mittwoch, 01. Dezember  2010


Moos, Mettwoste und Unterhaltsames

Gescher. Zum traditionellen Grünkohlessen „Moos und Mettwoste" mit buntem Rahmenprogramm lädt der Heimatverein Gescher am Freitag, 10. Dezember, ein. Der Abend beginnt um 18.30 Uhr im Saal Grimmelt. Nach der leckeren Grundlage aus der Küche Grimmelt folgt ein gemischtes Programm aus Geschichten und Vorträgen in Platt und Hochdeutsch. Zur Riege der bekannten Akteure zählen Reinhold Bußwolder, Christel Hetrodt, Anton Horstick, Bernhard Jebing, Maria Sicking, Hans Sommer und Alfred Burhoff. Für die musikalische Begleitung sorgt Hans Rieken. Der Arbeitskreis Stadt-TV zeigt einen interessanten Filmbeitrag.

Zusätzlich hat sich eine Überraschungsgruppe angekündigt, teilen die Heimatfreunde mit. Zeit zum „Proaten" und Singen soll natürlich auch bleiben. Wie immer sind auch Nichtmitglieder zu diesem Abend willkommen. Anmeldungen hierzu nimmt die Familie Grimmelt ab sofort unter É 1050 entgegen.

 

Bericht  der      vom Freitag, 26. November  2010

Beilage zum Weihnachtsmarkt Gescher


Heimatverein backt und sammelt für guten Zweck

Brot und Reibeplätzchen auf dem Weihnachtsmarkt

GESCHER An beiden Tagen des Weihnachtsmarktes in Gescher, Samstag, 27. und Sonntag, 28. November, wird die Bäckermannschaft des Heimatvereins Gescher früh morgens den alten Steinofen auf dem Museumsgelände anheizen. Dieses Schauspiel kann sich jeder Interessierte ansehen. Schon bald wird der Duft von frisch gebackenen Broten in die Nase steigen.

Gegen 11 Uhr werden die ersten Brote fertig gebacken sein und zum Kauf angeboten. Ab 14 Uhr sorgt der Heimatverein in der Cafeteria im „Brauhaus" für das leibliche Wohl der Weihnachtsmarktbesucher. Hier kann man sich in angenehmer Atmosphäre mit leckeren Schnittchen, selbst gebackenen Kuchen und Kaffee stärken.

Auch für den Hunger nach etwas Herzhaftem kann man etwas am Verkaufsstand in der Stadt gegenüber dem Pub „Boulevard" finden. Hier werden nach altem Rezept Reibeplätzchen gebacken und mit frischem (selbst gebackenem) Brot angeboten. Für den Reibeplätzchenteig, der an jedem Morgen frisch zubereitet wird, werden am Freitag von den fleißigen Helfern des Montagskreises etwa 6 Zentner Kartoffeln geschält. Stolz ist der Heimatverein auf den neuen fahrbaren Verkaufstand, den die Aktiven des Dienstagskreises in einjähriger Bauzeit fertiggestellt haben. Dieser wird nun zum ersten Mal eingesetzt, nachdem er im September seinen Probelauf bestanden hat.

Hinweisen möchte der Heimatverein auch auf die „Kiepenkerlaktion". Drei Erwachsene und ein Jugendlicher werden in ihrer münsterländischen Tracht für einen guten Zweck unterwegs sein. Gesammelt wird für die soziale Organisation „Lichtblicke - weil Menschen Hoffnung brauchen", die in Not geratene Kinder, Jugendliche und ihre Familien in NRW unterstützt. Für eine Spende gibt es ein klares, wärmendes Getränk aus dem Zinnlöffel

 

Die Bäckermannschaft des Gescheraner Heimatvereins ist an beiden Weihnachtsmarkttagen früh auf den Beinen, um den alten Steinofen anzuheizen.

 

Bericht  der      vom Montag, 01. November  2010


Von der Fotoausstellung in den Bildband
Großes Lob zollte Pfarrer Udo Diepenbrock (3.v.r.) den "Machern" der Ausstellung (v.l.) Horst Nierig, Clemens Vennes, Hubert Ening, Gregor Graffe, Rudolf Pierk und Alfons Haar.

(Foto: Franz-Josef Schulenkorf)

-fjs- Gescher. "Wehmut kommt auf - Erinnerungen bleiben" hieß es in der St. Marien-Kirche. Definitiv wird das Gotteshaus zum Jahresende geschlossen. Mit einer umfangreichen und interessanten Fotoausstellung erinnert der Heimatverein an eine über fünfzigjährige Kirchengeschichte, die am Wochenende eröffnet wurde.


Pfarrer Udo Diepenbrock zeigte sich sehr überrascht über das Ergebnis der Nachforschungen über das Leben in der St. Marien-Kirche. "Die Fotos zeigen Erinnerungen und ein reges Leben des als "Mariä Himmelfahrt-Kirche" geweihten Gotteshauses", meinte er bei der Eröffnung. Großes Lob zollte er den "Machern" Rudolf Pierk, Alfons Haar, Clemens Vennes, Gregor Graffe, Hubert Ening und Horst Nierig.

Unzählige Stunden hat das sechsköpfiges Team um Rudolf Pierk damit verbracht, diese Ausstellung zu errichten. Unterstützung fand das Team im eigenen Archiv, aber auch im Pfarr- und Stadtarchiv sowie bei unzähligen Privatpersonen, die ihre Fotos aus dem Kirchenleben zur Verfügung stellten. "Nur so konnte ein Querschnitt aus dem wechselhaften Kirchenleben, angefangen vom Kirchbau, dem Glockenguss, Kirchfesten und unzähligen Veranstaltungen erstellt werden", so Pierk.

Ende April diesen Jahres erhielt auch der Heimatverein Gescher eine Einladung zum Mitmachen bei der Veranstaltungsreihe "Kirche erleben - zum Abschied von der Marienkirche". Die Archivgruppe Heimatverein und Stadt TV nahmen sich dem interessanten Thema an. Innerhalb von drei Monaten wurde in Archiven gestöbert, gesammelt und zusammengestellt. "Wir merkten recht schnell, dass wir mit einem Küchentisch nicht hinkamen", erinnert sich Rudolf Pierk und so nahm man dankbar das Angebot, das Turmzimmer der Kirche zu nutzen, an.

Bei der Auswahl der Fotos wurde versucht, die gesamte Zeit der Marienkirche von 1953 bis 2010 in einzelne Themen aufzuteilen und mit entsprechendem Text zu ergänzen. "Das war nicht immer möglich und so freuen wir uns auf jeden Hinweis und jede Ergänzung", so Pierk. Er fordert die Bevölkerung auf, in Fotoalben zu stöbern und entsprechendes Fotomaterial leihweise zur Verfügung zu stellen. Die Idee der Archivgruppe: "Wir möchten die Fotos in einen Bildband, der als Heimatbuch herausgegeben werden soll, festhalten.

Eine weitere Unterstützung erhielt das Team von Haus Hall sowie der St. Pankratius-Schule, die die Stellwände zur Verfügung stellen sowie der Fa. Metallbau Bürger, die den Transport übernahm

Zum Jahresende wird "Stadt-TV" zu einem Filmnachmittag einladen. Dann sollen alte Filme, etwa vom Glockenguss der sechs Glocken sowie Prozessionen, Pfarrfesten etc. gezeigt werden. "Wir würden uns über Filmbeiträge aus der Bevölkerung freuen" sagte Anton Nienhuis. Als "Dankeschön" erhielten die Leihgeber die Filme im Original als auch digitalisiert zurück.

Die Fotoausstellung in der St. Marien-Kirche geht noch bis zum Jahresende.

 

Bericht  der      vom Mitwoch, 27. Oktober  2010


Pfarrer Willenbrink auf dem Motorrad zu sehen
Mitglieder der Archivgruppe tragen Stellwände für die Ausstellung in die Kirche.

Gescher. Nach dem Aufruf des Pfarrgemeinderates St. Pankratius und St. Marien, sich aktiv in die Reihe "Kirche erleben - zum Abschied nehmen von der Marienkirche" einzubringen, arbeitet die Archivgruppe vom Heimatverein und Stadt-TV an einer Fotoausstellung. Viele Gemeindemitglieder, Vereine und Verbände haben Fotos abgegeben. Bilder aus dem Pfarrarchiv und dem Stadtarchiv wurden ebenso hinzugezogen, so dass eine große Anzahl an Fotos zusammen gekommen ist.


Bei wöchentlichen Treffen im Turmzimmer der Marienkirche hat die Archivgruppe das Material gesichtet, vergrößert und aufbereitet. So wurde die gesamte Zeit der Marienkirche von 1953 bis heute dokumentiert, in einzelne Themen aufgeteilt, mit entsprechenden Texten versehen und zu einer Fotoausstellung zusammen gestellt. Alle Besucher können sie ab dem kommenden Wochenende (bis zum Jahresende) in der Kirche ansehen. Dabei ist Pfarrer Hartmann beim 1. Spatenstich zu sehen oder der Dachdecker Spicker auf dem Kirchturm. Pfarrer Willenbrink, wie ihn viele vielleicht noch in Erinnerung haben: auf dem Motorrad. Das erste Hochzeitspaar ebenso wie die erste Putzkolonne in Holzschuhen vor der Kirche. Aber auch Bilder aus späteren Jahren sind dabei. Pastor Rensing zum Beispiel beim Prominentenfußball oder Kaplan Boßmann im Karnevalsumzug.

Die Ausstellung wird am Samstag (30..10.) um 11 Uhr feierlich eröffnet. Alle Interessierten sind hierzu eingeladen. Auch wenn die Ausstellung dann fertig aufgebaut ist, ist die Archivgruppe weiterhin an Bildern interessiert. Die Idee ist nämlich, diese Fotoausstellung in einem Bildband festzuhalten und als Heimatbuch herauszugeben. Hierzu erhofft sich die Gruppe Unterstützung in Form von Fotos, aber auch in Form von weiteren Erklärungen und Geschichten zu den vorhandenen Motiven.

 

 

Nachrichten  der      vom Dienstag, 12. Oktober  2010


Neuer Film wird am 14.11. gezeigt

Gescher. Heute treffen sich die Mitglieder des Stadt-TV zur letzten Sitzung vor der Veröffentlichung des Filmes „Jahresrückblick 2009" im Medienraum im alten Rathaus, Lindenstraße. Dieser Film wird am Sonntag (14. 11.) um 15 Uhr im Sitzungssaal im Rathaus der Öffentlichkeit vorgeführt. Da der Sitzungssaal in der Regel voll besetzt ist, werde nur noch einmal auf diese Veranstaltung hingewiesen, so der Stadt-TV.

 

 

Bericht  der      vom Montag, 04. Oktober  2010


Gescher im Zeichen von Strohmarkt und Erntedank

Bummeln in der warmen Sonne

Zuschauer kommen in Strömen in die Glockenstadt / Zahlreiche Radler machen Rast

Von Florian Schütte

 

Gescher. Ob sie ein letzter Gruß des Sommers gewesen sind oder Anzeichen für einen goldenen Oktober, ver­mag wohl keiner genau zu sagen. Fakt ist jedoch, dass die Sonnenstrahlen am Sonntag intensiv genutzt wurden. Viele Leute von nah und fern ließen es sich nach den verregneten Tagen gestern nicht nehmen, bei gutem Wetter über Geschers traditionellen Strohmarkt zu bummeln.

„Mich fasziniert am Strohmarkt vor allem das Ursprüngliche." 

Elisabeth Pier

Bereits auf dem Museumshof herrscht reges Treiben. Am Stand des Heimatvereins stehen die Besucher Schlange, um einen der begehrten Buchweizenpfannkuchen zu ergattern, die dort wie vor 100 Jahren über offenem Feuer gebacken werden.

Hinter den Fachwerkhäusern und einigen Oldtimern lässt es sich auch im Schatten gut aushalten. „Wir sind meistens hier", sagt Ekkehardt Dietze, der mit seiner Frau und Freunden nach Gescher gekommen ist. „Wir kommen auch zum Weihnachtsmarkt, aber dann kommen wir nicht mit dem Rad aus Coesfeld und Borken so wie jetzt", erzählt er und muss dabei lachen.

Gleich nebenan bietet ein Freundeskreis aus der kleinen Bauernschaft Homer bei Raesfeld 50 verschiedene Chilisorten in allen Variationen an. Wer's scharf mag, kommt an Aztekentrunk (Kakao mit Chili) und Chili-Öl nicht vorbei. Aber auch das würzig-milde Tomatenpesto lockt die Besucher. „Wir haben einfach mit allen Sorten herumprobiert und die Arbeit aufgeteilt, wer was bei sich anbaut", erklärt Jenny Steffens, die zu der Gruppe von rund 40 Privatleuten zählt, die „sich gesucht und gefunden haben". Auch sonst widmet sich die Gruppe verschiedener Projekte alter Handwerkskunst wie der Herstellung von Seife. Etwas weiter, ziehen hausgemachte Wurstwaren, Korbflechtereien und frisches Steinofenbrot oder einfach ein kühles Bier die Leute magisch an.

Doch auch in der Innenstadt herrscht Hochkonjunktur. Werner Horstick aus Tungerloh-Capellen bietet allerlei Kürbisse an. „Wir hatten nur gehofft, dass das Wetter diesmal mitspielt", sagt er. „Aber wir sind immer dabei, ob Sonne, Regen oder Sturm." Sein Sohn Matthias und seine Kumpel haben derweil eine Fotoaktion mit ihrem Huhn und einem Hausschwein gestartet. Wer einen Sitzplatz in einer Eisdiele oder einem Cafe sucht, muss Glück haben, denn die sind schnell vergriffen. Im Cheers-Biergarten sitzt eine weitere Radgruppe aus Coesfeld und gönnt sich bei Kaffee und Kuchen eine Auszeit. Für die sechs Freunde ist jedes Gescheraner Stadtfest Pflichtprogramm. „Das gebe es doch alles gar nicht mehr ohne uns", scherzt Besucherin Monika Sprenger. Dass auch der Kinderflohmarkt boomt, finden Carla Musholt sowie Lea und Anna Herbstmann, die sich dort ihr Taschengeld aufbessern. „Alte Bücher und Spielsachen kommen gut an", weiß Lea Herbstmann. Auf dem Strohmarkt kommen die Kleinen nicht zu kurz. Ob Hüpfburgen oder Aktionen wie das Bemalen von Kürbissen - die Kids kommen auf ihre Kosten.

  Bilderstrecke: www.azonline.de

 

Die Damen vom Heimatverein backen traditionelle Buchweizenpfannekuchen über offenem Feuer.

 

Nachrichten  der      vom Donnerstag, 30. September  2010


Plattdeutsche zieht es nach Ramsdorf

 

Gescher. Am kommenden Mittwoch (6.10.) um 14.30 Uhr treffen sich die Freunde der plattdeutschen Sprache zu einer Fahrt durch die herbstliche Grenzregion nach Ramsdorf. Der Ausflug steht unter der Überschrift „Bunt sind schon die Wälder". Treffpunkt ist der Parkplatz am Kutschenmuseum Gescher. In Ramsdorf wird die Gruppe von Stadtführerinnen zu einer Exkursion am Burgplatz erwartet. In der St.-Walburga-Kirche von 1531 werden Kirchenlieder auf Platt gesungen. Der Rundgang endet in der alten Backstube Mensing, wo eine Kaffeetafel bereitsteht. Mit plattdeutschen „Vertellses" und Liedern - von Hans Rieken mit der steirischen Ziehharmonika gekonnt untermalt - wird die Runde schließen. Gefahren wird mit eigenen Pkw in Fahrgemeinschaften. Interessenten sind willkommen.

 

 

Bericht  der      vom Donnerstag, 30. September  2010


Zuschauer bestaunen Holzklumpen

Kiepenkerl Hans Pietruschka hat am Trachten- und Schützenzug 
in München teilgenommen

 

Gescher. Ein ganz besonderes Erlebnis hat der Gescheraner Hans Pietruschka hinter sich. Mit insgesamt 30 Kiepenkerlen und Bäuerinnen aus dem Westmünsterland nahm er am traditionellen Trachten- und Schützenzug zum Münchner Oktoberfest teil. „Bei den Leuten sind wir sehr gut angekommen", freut sich der Gescheraner Kiepenkerl.

Am zweiten Oktoberfesttag stellten sich rund 9000 Teilnehmer für den großen Festumzug auf. Sieben Kilometer zogen die Trachtenträger und Schützen „mit Spiel und Klang" durch die Innenstadt zur Theresienwiese. Zigtausend Zuschauer aller Nationalitäten säumten den Weg und bejubelten das Spektakel. Dabei sorgten die Münsterländer durchaus für Aufsehen: „Unsere Art von Holzklumpen kennen viele nicht", hat Pietruschka erfahren. Nach der Umzugsgaudi stärkten sich die Teilnehmer mit „Hendl" und (mindestens) einer Maß Bier in einem Oktoberfestzelt.

Die Teilnahme am Umzug war der Höhepunkt einer knapp einwöchigen Reise. Untergebracht waren die Münsterländer - darunter ein 83-jähriger Teilnehmer -in Altötting. Von hier aus wurden Ausflüge unternommen, unter anderem zum Geburtshaus des Papstes in Marktl. Pietruschka: „Eine gelungene Kiepenkerlreise."

 Am Sonntag (17.10.) ist das alljährliche Kiepenkerltreffen in Stadtlohn. Beginn: 12.30 Uhr, Haus Schlüter.

 

Ein tolles Erlebnis: Kiepenkerl Hans Pietruschka hat Gescher beim Trachtenumzug in München vertreten.

 

Nachrichten  der          vom Dienstag,  28. September  2010


"Met Jung un Old"

Sonntag Erntedank

Gescher. Unter dem Motto „Erntedank - met Jung un Old" - so steht es auf dem großen Begrüßungsplakat am Eingang zum Museumshof - feiert der Heimatverein Gescher am kommenden Sonntag (3. 10.) ab 10 Uhr Erntedank. Dazu ist wieder ein umfangreiches Programm zum Wohlfühlen vorbereitet worden. Die zahlreichen Aktiven hoffen, dass sich viele Gäste aus nah und fern auf dem Museumshof einfinden werden.

Eine Reihe von bekannten westfälischen Leckereien wie Buchweizenpfannekuchen, selbst gebackenes Bauernbrot, Erbsensuppe und Töttchen werden angeboten. Auch Pellkartoffeln mit Dipp und die leckere Bratwurst werden nicht fehlen. Produkte aus der Region wie Wurstwaren, Obst und Gemüse runden das Angebot ab. Die Kleinen können am Feuer Stockbrot backen. Für kühle Getränke ist natürlich gesorgt. Ab 14 Uhr ist die Cafeteria im „Brauhaus" geöffnet. . Auf dem Museumsgelände wird einiges zu sehen sein. Ein Korbflechter stellt den Besuchern seine Handwerkskunst vor. Weiterhin findet man Wissenswertes rund um Chili, Paprika, Kürbis und Kartoffeln. Informationen über Natur und Naturerleben erhalten die Gäste von einem Natur-
trainer und Erlebnispädagogen, der einige Schafe auf dem Gelände weiden lässt. Von den   Oldtimerfreunden aus Gescher werden alte Fahrzeuge präsentiert. Natürlich können die Besucher an diesem Tag die Gebäude des Freilichtmuseums kostenlos besichtigen.

 

Beim Erntedank auf dem Museumshof bieten die Heimatfreunde viele Produkte aus der Region 
zum Kosten an.

 

Bericht  der          vom Dienstag,  14. September  2010


Die Geschichte eines Gotteshauses

Die Heimatfreunde Alfons Haar, Horst Nierig, Rudolf Pierk und Gregor Graffe (v.l.) sammeln und sichten Fotos rund um die Marienkirche. Das Material soll ab Anfang November in einer Ausstellung gezeigt werden.

(Foto: Florian Schütte)

Gescher. Auf dem großen Konferenztisch im Turmzimmer der Marienkirche liegen viele großformatige Fotos. Sie alle erzählen die Geschichte des Gotteshauses, das Ende des Jahres seine Pforten schließt.

"Die Fotos haben wir alle eingescannt, abgespeichert und auf DIN A4 vergrößert", erklärt Rudolf Pierk. Zusammen mit Alfons Haar, Gregor Graffe und Horst Nierig hat er es sich daher zur Aufgabe gemacht, Bilder von der Grundsteinlegung im Jahre 1953 bis heute zu sammeln. Anfang November eröffnen die Archivgruppe und Stadt-TV des Heimatvereins eine Ausstellung mit den gesammelten Werken.

"Wir sind froh, dass wir diesen großen Raum für unsere Treffen bekommen haben. Bisher haben wir schon 200 Fotos aus dem Stadtarchiv und von rund 20 privaten Spendern zusammengetragen", ist Pierk stolz auf die Arbeit der Archivgruppe, die jeden Freitagabend Fotos sichtet und über die Auswahl für die Ausstellung diskutiert. Benötigt werden noch Fotos von Primizen, also dem ersten Festakt nach der Weihe eines Priesters in seinem Heimatort, sowie von Prozessionen, Pfarrfesten und Jugendgruppen.

"Fotos, auf denen man erkennt, dass sie etwas mit der Kirche zu tun haben, suchen wir als erstes raus", erklärt Alfons Haar das Auswahlverfahren. Rudolf Pierk schmunzelt indes über ein altes Schwarz-Weiß-Foto, das er in einem dicken Ordner archiviert hat. Das Bild zeigt acht Putzfrauen mit Schrubber und Besen in den Händen vor den Pforten der Marienkirche. "Ein sagenhaftes Foto, oder?", meint auch Alfons Haar, der sich dabei ein Lächeln nicht verkneifen kann.

Dass die Kirche bald selbst Geschichte sein soll - damit können sich die vier aber nicht so recht anfreunden. "Wir sind alle hier groß geworden", sagt Pierk. Er sowie auch Horst Nierig und Alfons Haar haben sogar dort geheiratet und verbinden somit ganz besondere persönliche Erlebnisse mit dem Gotteshaus. Nierig erinnert sich, dass früher viel für die Ausstattung wie Messgewänder gesammelt wurde. Auch Gregor Graffe, der mit seiner Familie viele Kinder- und Jugendgottesdienste in der Marienkirche besucht hat, zeigt wenig Verständnis für einen möglichen Teilabriss der Kirche: "Sollen diese ganzen Sachen dann wieder verschenkt werden?"


Einstimmigkeit herrscht dagegen für die Idee einer Marienkapelle. In die Kirche sei schließlich viel Geld und Arbeit reingeflossen. Pierk weiß noch, dass damals eine Stunde Lohn pro Woche von jedem Gescheraner abgezogen wurde und viele Leute mit angepackt hätten. So auch ältere Brüder von ihm und seinen Kollegen.

"Allein die Unterschriftenaktion für eine Umnutzung statt eines Abrisses mit 182 Unterzeichnungen zeigt doch schon, dass vielen die Kirche am Herzen liegt." "Außerdem kann es ja sein, dass in zehn Jahren Raumbedarf für Jugendgruppen oder Vereine besteht. Mit der leer stehenden Kirche hätte man dann einen zentralen Ort", gibt Nierig zu bedenken. Pierk ergänzt: "Das Gebäude hat schließlich eine Bausubstanz für 1000 Jahre."

VON  FLORIAN SCHÜTTE

 

Nachrichten  der             vom Donnerstag,  20. Juli  2010


Rundgang durch die Hansestadt Zutphen

Plattdütske Kring lädt zu Fahrt ein

Gescher. Am Mittwoch, 1. September, bietet der Plattdüske Kring eine Busfahrt in die historische Hansestadt Zutphen an der Ijssel/Berkel an. Die Abfahrt erfolgt um 13 Uhr am Kutschenmuseum Gescher.

Zutphen ist eine Stadt mit 35 000 Einwohnern in der Provinz Gelderland und ist die Stadt, wo die Berkel in die Ijssel mündet. Am Bahnhof werden die Teilnehmer aus Gescher von fachkundigen Stadtführern empfangen und zu einem Rundgang durch die im Jahr 1312 gegründete Stadt eingeladen.

Beim Rundgang werden viele Bauwerke besichtigt wie die Befestigungsanlagen, Kirchen, Klöster und das imposante Rathaus. Ebenso die Berkel und viele Grachten. Die große St.-Walburgis-
Kirche, eine der größten Kirchen der Niederlande, ist von weither sichtbar. Eine Besteigung des Kirchturms ist möglich. Ebenso gibt es Einkaufsmöglichkeiten in den engen alten Straßen. Gastronomie, Straßencafes und vieles mehr lassen keine Wünsche offen, kündigt der „Kring" an. Zwei Stunden stehen den Teilnehmern dort zur freien Verfügung. Die Rückfahrt erfolgt gegen 18 Uhr.

Für Interessenten sind noch einige Plätze frei. Anmeldungen sollten zeitnah bei F. Musholt unter
 É 4437 in Gescher erfolgen.

 

Bericht der             vom Mittwoch, 19. Juli  2010


Stadt-TV steuert Holtwicker Ei an

 

Gescher. Die Aktiven vom Stadt-TV haben Kamera gegen Fahrrad getauscht und trafen sich zusammen mit ihren Frauen am Heimathaus, um eine Pättkestour zu unternehmen. Eine schöne, von Anton Nienhuis ausgesuchte Strecke führte u.a. zum Holtwicker Ei. Auf dem Rückweg wurde an der St.-Hubertus-Hütte in Büren eine Kaffeepause eingelegt. Der Abend, zu dem noch einige Passive hinzu kamen, klang mit einem Grillen an der „Alten Kaiserei" aus.

 

 

 

 

 

 

Eine schöne Pättkestour  unternahmen die Aktiven der Filmgruppe Stadt-TV.

 

Nachrichten  der             vom Donnerstag,  22. Juli  2010


Heimatverein plant Kalender 2011

Gescher. Der Heimatverein Gescher wird auch für das Jahr 2011 einen Wandkalender herausgeben. Der Arbeitskreis „Archivgruppe" ist schon mitten in den Vorbereitungen und bedankt sich für die erhaltenen Anregungen und Verbesserungsvorschläge. Den örtlichen Gruppen und Vereinen möchte der Heimatverein wieder Gelegenheit geben, ihre wichtigsten Termine aus dem Jahresprogramm in dem Kalender zu präsentieren. Alle, die diese Möglichkeit nutzen wollen,werden 

gebeten, bis spätestens 6. August eine Mitteilung an das AK-Mitglied Rudolf Pierk, Riete 12, (Email: rudolf.pierk@gmx.net) zu senden. Örtliche Firmen, die den Kalender als Weihnachtsgeschenk für ihre Mitarbeiter und Kunden erwerben möchten, können sich bei Elmar Rotherm, Uhlenkamp 9 (Email: rotherm-h@versanet.de) melden. Der Kalender soll Anfang Oktober fertig sein, teilt das Organisationsteam mit.

 

Nachrichten  der             vom Donnerstag,  01. Juli  2010


Kring" auf Radtour

Am 7. Juli geht es los

Gescher. Am Mittwoch (7. 7.) unternimmt der „Plattdütske Kring" eine Pättkestour. Die Strecke führt über Hessen- und Napoleon-Sträßchen nach Holtwick. Start mit dem Fahrrad ist um 14 Uhr am  Kutschenmuseum, für Autofahrer um 14.30 Uhr in Fahrgemeinschaften. Eine besonders schöne Fahrstrecke wählte damit Reinhold Bußwolder aus. So geht es durch „alt Burion" an Landwehren, Wegestationen, Grenzeichen und kleinen Bächen entlang durch die Münsterländer Parklandschaft. Sammelpunkt ist in Holtwick an der Marienkapelle. Dort werden die Gescheraner vom Vorsitzenden des Heimatvereins, Wieschues, erwartet. Eine geführte Exkursion ist geplant. Die Heimatfreunde Wieschues und Wilde werden den Gästen dabei die vielen Holtwicker „Vorzeigeobjekte" näherbringen.In der St.-Nikolaus-Kirche wird ein „plattdeutsches Marienlied" angestimmt. Weitere Überraschungen sind geplant. Um 16.30 Uhr steht im Haus Hermanns Höhe die Kaffeetafel bereit. Hans Rieken wird den Nachmittag musikalisch begleiten. „Plattdeutsche" Vorträge werden nicht fehlen. Der Nachmittag steht unter der Überschrift: „Weg mät deVerdreetlichkäit".

 

Bericht  der             vom Freitag,  18. Juni  2010


Das „alte" Münsterland

Aktionswoche im Altenwohnheim kommt an / Geräte vorgestellt

Gescher.  Mit dem Vorstellen alter landwirtschaftlicher Geräte als Leihgabe des Heimatverein begann eine 14-tägige Aktionswoche im Altenwohnheim St. Pankratius. Regina Wissen und Alfons Haar erläuterten dem fachkundigen Publikum den Einsatz der verschiedenen Land- und Haushaltgeräte. Natürlich durfte während dieser Veranstaltung der „Gescheraner Landkorn" , im Zinnlöffel serviert, nicht fehlen. Weitere Aktionen waren ein musikalischer Auftritt der Gescheraner Küchenperlen, die Trachtengruppe Ramsdorf, der Volksliederchor Gescher und das Vorstellen alten Münsterländer Handwerks. Kulinarische Highlights - von Rindfleisch mit Zwiebelsoße bis zu Reibeplätzchen - rundeten das Programm ab

Regina Wissen und Alfons Haar erläutern den Alten-
heim-Bewohnern alte landwirtschaftliche Geräte

 

Bericht  der             vom Freitag,  11.  Juni  2010


Warnbänder erhöhen Sicherheit
Montagsfahrer bestens ausgestattet

Heimatvereins-Vorsitzender Elmar Rotherm (2.v.r.) hilft hier
 den Montagsfahrern beim Anbringen der neuen 
Warnbänder für ihre Räder.

-bv-Gescher. Die Sicherheit im Straßenverkehr ist auch den Montagsfahrern im Heimatverein ein wichtiges Anliegen. Jetzt wurden die Pedalritter noch verkehrstauglicher gemacht und mit Warnbändern an ihren Leezen ausgestattet. Heimatvereinsvorsitzender Elmar Rotherm nahm die jüngste Ausfahrt der Montagsfahrer zum Anlass, zusammen mit Bernhard Lammering als Chef der Radlergruppe diese Bändchen anzubringen. Franz-Josef Menker, der die Montagsfahrer auch verkehrsmäßig betreut, hatte gute Vorarbeit geleistet und sich um die Beschaffung dieser zusätzlichen Sicherungsmöglichkeit für Fahrräder gekümmert. Neben Warnflaggen und Warnwesten seien die Bänder eine weitere Bereicherung in Sachen Sicherheit für Radfahrer, lobte auch Bernhard Lammering.

Seit Jahren ist an jedem Montag eine große Gruppe von rund 60 Radlern unterwegs. Da müssen auch die Verantwortlichen wachsam sein, um Personen- und Sachschäden zu verhindern. Dank einer guten Organisation und der Aufmerksamkeit der Pedalritter sei bislang alles gut gegangen, freut sich Bernhard Lammering. Wenn das so bleibe und das Wetter immer mit den Montagsfahrern ist, seien alle mehr als zufrieden.

 

Bericht  der             vom Freitag,  28. Mai  2010


Heimatfreunde erkunden Plodden und Backöfen

Seine traditionelle Pättkesfahrt veranstaltete der Heimatverein Gescher am Pfingstsamstag. Bei herrlichem Wetter konnten 50 Radler die Wege genießen, die die Pättkesexperten um Bernhard Lammerding ausgesucht hatten. Ziel war diesmal „Mensing's Alte Backstube" in Velen-Ramsdorf. Nach einer Stärkung mit Kaffee, Kuchen und Schnittchen begrüßte Bäckermeister Alois Mensing die Gruppe, der mit seiner Familie dieses kleine Museum eingerichtet hat.

 Verschiedene Backöfen, Maschinen und historische Geräte erklärte man den Gescheranern anschaulich. Auch die „Plodden", eine süße Spezialität des Hauses Mensing, konnten die Teilnehmer probieren. In den Pausen sorgte Theo Gödde für kühle Getränke, und Hans Rieken unterhielt die Teilnehmer mit Klängen auf seiner Harmonika. Gegen Abend kam die Gruppe ohne Pannen in Gescher an.

 

Nachrichten  der             vom Montag,  17. Mai  2010


Heimatverein lädt zur Pättkesfahrt

Gescher. Am Pfingstsamstag (22. 5.) veranstaltet der Heimatverein Gescher wieder seine traditionelle Pättkesfahrt. Abfahrt ist um 13 Uhr vom Heimathaus. Das Vorbereitungsteam hat wieder eine schöne Route ausgesucht. Für kühle Getränke ist in den Pausen gesorgt. Am Zielort besteht wieder Gelegenheit zum Kaffeetrinken. Das Programm wird mit einer interessanten Besichtigung abgerundet. Der Heimatverein lädt natürlich auch Nichtmitglieder ein und hofft bei etwas wärmeren Temperaturen auf eine schöne Frühlingstour.

 

Bericht  der             vom Freitag,  07. Mai  2010


Mit Ikone zur Maiandacht

Plattdütsker Kring eröffnet Sommersaison

-bv-Gescher. Den Start in die Sommersaison begingen die Freunde des Plattdütsken Krings jetzt mit einer plattdeutschen Maiandacht in der St. Antoniuskapelle in Tungerloh. Rund 60 Paohlbürger waren der Einladung gefolgt. Mit einem Gitarrenkonzert eröffnete Hubert Vehlken die Feierstunde. Pastor Hermann Roling hatte eine selbst gemalte Ikone mitgebracht.

Gebetstexte trug unter anderem Marianne Lanfer, Josefine Gödde, Reinhold Bußwolder und Anton Horstick vor. Abschließend gab Pastor Roling detaillierte Erläuterungen zu seiner Marien-Ikone. Zuletzt bedankte sich Stephan Pollmann auch beim Kapellenbeirat für die Überlassung des Gotteshauses für diese Feier.

Dann war für alle im Bauernhof-Cafe von Bernhard und Doris Weitenberg-Hölker in Tungerloh-Pröbsting die Kaffeetafel gedeckt, doch dabei allein sollte es noch nicht bleiben. Da war zum Beispiel Heimatfreund Bernhard Jebing, der mit einer Glosse zur Landtagswahl am Sonntag die Lacher auf seiner Seite hatte. Aber auch über ernstere Begebenheiten aus Kriegszeiten berichtete der bekannte Landwirt.

Hans Rieken nahm später seine Harmonika zur Hand und stimmte Frühlingsweisen an, in die die Anwesenden gern einstimmten. Anton Horsticks Erzählungen aus früherer Zeit brachten die Gäste zum Schmunzeln.

Jeden ersten Mittwoch im Monat ist der Plattdütske Kring in den Sommermonaten auf Tour, während man sich im Winterhalbjahr um 15 Uhr im Hotel Tenbrock-Kösters trifft.

 

Bericht   der             vom Donnerstag,  29. April 2010


Rückblick und amüsante Schmankerl

Heimatverein  Gescher zieht auf Jahreshauptversammlung vor fast 100 Mitgliedern Bilanz

-bv- Gescher. Fast hundert Mitglieder und Heimatfreunde kamen zur Generalversammlung des Heimatvereins Gescher im Saal Grimmelt und zeigten sich interessiert an der Vereinsarbeit des vergangenen Jahres. Darüber freute sich auch Vorsitzender Elmar Rotherm in seiner Begrüßung.

Schriftführer Reinhold Löhring trug den Jahresbericht vor. Im Kunst- und Kulturprogramm gab es mit vier Wechselausstellungen unter der Regie des Museumsleiters Dr. Hendrik Sonntag auch museumspädagogische Angebote für Schulklassen. Nicht zu vergessen die Montagsfahrer im Heimatverein unter Leitung von Bernhard Lammering und die Fahrt zur Glockenstadt Asten in Holland. Maibaum aufstellen mit den St. Pankratius-Schützen, Pättkesfahrt zum Heide- und Moorgarten in Hochmoor, Beteiligung am Pfarrfest wie auch am Oster- und Weihnachtsmarkt, Filmrückblick des Stadt-TV, Erntedankfest auf dem Museumshof, Tag der offenen Tür im Rathaus und Heimatabend mit Grünkohlessen waren die Höhepunkte im Jahreslauf.

Heimatfreund Bernhard Jebing berichtete auf Platt und in Versform über den Frühling und mit amüsanten Sprüchen auch über die Landtagswahl im Mai. In Ordnung hatte die gelernte Bänkerin Monika Niehues die Vereinsfinanzen. Wenn auch wegen der außergewöhnlichen Investitionen kein Überschuss erwirtschaftet werden konnte, verfügt der Verein nach wie vor über eine gesunde Kassenlage. Saubere Arbeit bestätigte Paula Thesing, die mit Ewald Pollmann den Prüfdienst übernommen hatte, der Kassenchefin. Für Thesing prüft im nächsten Jahr Heinz Eßling.

Als willkommener Überraschungsgast gab Ruth Rosker aus Stadtlohn einige Schmankerl zum Besten und berichtete über Tratsch am Gartenzaun. „Fleisch ist das beste Gemüse, dann kommt die Wurst, sagt mein Hermann immer", so die Künstlerin über ihren Ehemann und hatte damit die Lacher auf ihrer Seite.

Besonderer Dank galt Hermann Abbing für die jüngste Überlassung seiner Beamer und Audiogeräte an Stadt-TV Gescher. Positiv angekommen seien die Wandkalender 2010, um die sich Rudolf Pierk mit seinen Hel fern gekümmert hatte, so Rotherm weiter. Dank sagte der Vorsitzende allen 538 Mitgliedern, die in vielfältiger Weise zum Gelingen des Vereinswesens beigetragen haben.

Mit einem Filmbeitrag von Hermann Abbing aus dem Jahre 1978, vorgeführt von Anton Nienhuis, über den Verlauf der Berkel von der Quelle in den Baumbergen durch die Städte Billerbeck, Coesfeld, Gescher, Stadtlohn und Vreden bis nach Holland endete der Abend.

 

Nicht nur Zahlen und Fakten, auch Amüsantes bot die Generalversammlung des Heimat­vereins Gescher
- so zum Beispiel den Auftritt von Ruth Rosker (kleines Bild).                                        

        Foto: Kortbus

 

Nachrichten  der             vom Donnerstag,  22. April  2010


Mit dem bunten Oma-Rad on Tour

Zum Saisonstart sind nostalgische Leezen und Elektrofahrräder gefragt/
Helm für Sicherheit dringend empfohlen

von Helene Wentker 

Gescher. Nach einem langen Winter werden sie wieder gesattelt, gewienert und startklar gemacht: Die Leezen. Keine Frage: "Radfahren ist in Gescher ein großes Thema", sagt Franz-Josef Menker. Und die Fahrradsaison bricht an. Was muss man da tun, um sein Schätzchen auf zwei Rädern nach ausgiebigem Winterschlaf auf Vordermann zu bringen? "Auf jeden Fall durchchecken lassen, wenn man das nicht selbst kann oder tun will", antworten Josef Brillert und Bernhard Lammering von den Montagsfahrern unisono. "Kette ölen, Reifen und Bremsen überprüfen und das Radel putzen", seien die notwendigsten Punkte, die auf jeder Checkliste abgehakt werden sollten, so die beiden Senioren. Sie führen alle Wochen wieder montags den Tross der Radtourbegeisterten an auf ihren im Schnitt 30 Kilometer langen Touren rund um Gescher.

Auch die Sicherheit ist ein wichtiges Thema. Ganz vorbildlich verhielten sich da Geschers Montagsfahrer, die stets in Warnwesten, mit Warnbändern und Flaggen an den Rädern ausgestattet, losradelten. So lobt Polizeihauptkommissar Menker. Natürlich müsse sich der einzelne Radfahrer nicht mit demselben sicherheitstechnischen Aufwand ausstaffieren. Doch zu einem rät Menker dringend: Zum Helm. "Zumindest für Kinder sollte er selbst auferlegte Pflicht sein", appelliert er. Um gleich eine Zahl nachzuliefern: von 69 Unfällen in Gescher im Jahr 2009 waren in 20 Fällen Radfahrer verwickelt. "Das sind 33 Prozent, eine hohe Quote", so der Polizeibeamte.

Einen weiteren Rat hat er für alle Verkehrsteilnehmer auf zwei Rädern: "Immer rechts fahren und niemals als Geisterbiker in der falschen Richtung unterwegs sein." Denn nur wer (für Pkw-Fahrer) gut sichtbar radele, sei auch geschützt.

Und welche Radtypen sind in? Welche werden vom Käufer am häufigsten nachgefragt: "Bei den Senioren das Elektrofahrrad", weiß Fahrradhändler Ralf Pennekamp. Radler ab 50, manchmal jünger, gehörten da schon zu den Käufern. "Mit 80 brauche ich das nicht mehr." Diesen Satz hat Pennekamp als Argument schon häufig gehört.

Ansonsten seien die nostalgischen Oma-Fahrräder in allen Farben von Pink bis Gelb oder Grün angesagt. Und das Herrenrad? Sei inzwischen ins Hintertreffen geraten, antwortet der Händler. "Von hundert Rädern verkaufe ich 80 Damenräder", sagt er.

Aber auch Rennräder sind angesagt. Die allerdings bei den Sportlern, die sich in Fahrradclubs oder Vereinen organisieren.

Wer ein neues Rad erwerben will, dem rät Pennekamp: "Auf die Rahmenhöhe achten, Sicherheit checken; bei der Lichtanlage empfiehlt sich der Nabendynamo (im Vorderrad), und das Standlicht, damit man auch stehend an der Kreuzung gesehen wird."

 

Bernhard Lammering (v.l.), Polizeihauptkommissar Menker, Josef Brillert und Ralf Pennekamp
 geben zum Start in die Fahrradsaison Tipps rund um die Leeze.   (Foto: wr)

 

Bericht   der             vom Montag,  22. Februarr 2010


Mit dem Rad auf Geodatenjagd

Alfons Haar hat 98 Wegkreuze und Bildstöcke seiner Heimatstadt für Geodatenatlas erfasst

Von Helene Wentker

Gescher. 120 Kilometer hat Alfons Haar in fast drei Jahren auf seinem Fahrrad abgestrampelt, um alle zu erfassen: Auf 98 Kapellen, Wegkreuze, Stationen und Bildstöcke in Gescher und Hochmoor ist er am Ende gekommen. Eine stattliche Zahl, ein Glaubenszeugnis.

Jedes einzelne hat Haar in beharrlicher Kleinarbeit registriert, fotografiert und die Koordinaten der genauen Standorte bestimmt. „Das war noch das leichteste", sagt der rüstige Rentner. Aber auch die (Entstehungsgeschichte jedes einzelnen Objektes hat Haar recherchiert. Das erforderte so manches Gespräch mit Hofbesitzern und -erben. „Aber ich bin ja nicht bange", lacht Haar.

Für über 40 Wegkreuze und Bildstöcke blieb ihm diese Arbeit erspart, weil eine andere sie bereits in den sechziger Jahren geleistet hatte. Die Lehrerin Maria Pennekamp hatte für eine Examensarbeit damals eine ähnliche Erfassung vorgenommen. Auf ihre Sammlung durfte sich Haar jetzt berufen.

Doch wozu das Ganze? „Zunächst mal für den Geodatenatlas", antwortet Haar. Der wird beim Kreis Borken geführt und stetig nachgebessert. Neben den beschriebenen Daten weise ein solcher Atlas Zeichnungen des Katasteramtes aus und sei vor allem für Architekten eine wertvolle Hilfe. 

Auch andere Gemeinden haben mit der Erfassung ihrer Bildstöcke und Wegkreuze längst begonnen. 2007 entschloss sich Haar, diesen Part für seine Heimatstadt zu übernehmen.

Gesagt, getan. Nun liegt das Ergebnis vor. Eine Mitarbeiterin des Kreises hat es bereits in den Geodatenatlas eingearbeitet, auch wenn die entsprechenden Seiten noch nicht allzu leicht im Internet zu finden sind. Am Besten versucht man es über eine Suchmaschine mit den Suchbegriffen „Geodatenat­las und Kreis Borken". Dann gelangt man über die Homepage des Kreises und über die Begriffe „Direktnavigation, Kultur und Heimatvereine" auf die Karte mit Geschers Wegkreuzen, wie Stadtarchivar Andreas Froning bei einem kleinen Ausflug ins Netz demonstriert. 

Demnächst sollen die Daten noch besser abrufbar sein, denn Geschers Heimatverein will sie auf seiner Homepage verlinken. (Hier der Link)

Der älteste Bildstock Geschers stammt übrigens aus dem Jahr 1632 und stellt eine Marienstatue dar. Die Replik dieses Werkes steht heute noch bei Haveresch in Tungerloh-Pröbsting. 

Menschen hätten zu allen Zeiten Bildstöcke und Wegkreuze in Auftrag gegeben, sei es aus Dankbarkeit oder Reue, wissen Stadtarchivar Willi Wiemold und Alfons Haar. Nach schweren Krankheiten etwa, aus Dankbarkeit nach der Kriegsheimkehr oder als bleibendes Mahnmal für die Kriegsopfer. Und auch das so genannte Mordkreuz kannte man in früheren Zeiten. Eine Widmung wie „im Gedenken an das Seelenheil eines Familienangehörigen" stehe als Chiffre dafür, dass da jemand ermordet worden sei, hat Haar auf seinen Radtouren erfahren. Diese Recherchen seien „sein größtes Hobby", denn alte Geschichten hätten ihn schon immer interessiert, verrät Haar den Motor seiner dreijährigen Tour durch seine Heimatstadt Gescher.

Über 90 Bildstöcke und Wegekreuze in Gescher hat Alfons Haar (vome r.) für den Geodatenatlas erfasst. Auf dem  Computer kann man die genauen Standorte jetzt und Kurzbeschreibungen zu den einzelnen  Glaubenszeugnissen 
einsehen. Auch Stadtarchivar Willi Wiemold freut sich über die Fleißarbeit.                     
                   Foto: wr

 Bericht 2010 als PDF-Datei herunterladen
Aktuelles 2016  2015  2014  2013  2012  2011  2010  2009  2008