Berichte aus 2008


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Bericht   der             vom Donnerstag, 11. Dezember 2008


Montagsfahrer radeln um den Globus

54 200 Kilometer insgesamt zurückgelegt /1763 Radler machten mit

-bv- Gescher.  Zur letzten Tour in diesem Jahr trafen sich die Montagsfahrer im Heimatverein wie üblich am Heimathaus. Nach einer verkürzten Strecke wartete im Hotel Kösters die Kaffeetafel. Rund 60 Pedalritter genossen Kaffee und Kuchen sowie anschließend ein buntes Programm. Da war die Bühne frei für Hermann Abbing vom Stadt-TV Gescher, der mit einem Filmrückblick aus dem Jahre 1992 aufwartete. Hierbei fanden sich manche Gescheraner wieder, und es wurde deutlich, wie sich im Ort manches in 16 Jahren verändert hatte. Ohne  musikalischen Schwung geht bei den Montagsfahrern gar nichts. Da fand Hans Rieken auf seiner Harmonika die richtigen Töne, und alle sangen kräftig mit, bis St. Nikolaus (Franz-Josef Menker) mit seinem Knecht Ruprecht (Reinhold Löhring) den Saal betraten. Gerda van Geldern hatte eigens ein Gedicht zur Begrüßung parat. In Versform spielte St. Nikolaus auch auf Wohlstand und Umweltprobleme an.

Ein besonderes Präsent erhielten dann vom Nikolaus die verdienten Organisatoren Willi Köjer, Hubert Efsing, Josef Brillert, Chefradfahrer Bernhard Lammering, Josef Kribbel und Karl Wiesweg und Günter Wortberg.

Josef Bieber hatte exakt alle Touren mit Kilometerangabe aufgeführt. Insgesamt fuhren die Radler weit mehr als einmal um den Globus, wie Bernhard Lammering bekannt gab: insgesamt 54 200 Kilometer. 38 Mal schwangen sich die jung gebliebenen älteren Mitbürger auf die Leedzen.

Insgesamt fuhren während der Saison 1763 Heimatfreunde in in einem Radius von etwa 40 Kilometern rund um Gescher bei durchschnittlich 46 Teilnehmern je Tour, bilanzierte Bieber.

 

Die Organisatoren der Montagstouren (v. r.): Willi Köjer, Hubert Efsing, Josef Brillert, Bernhard Lammering, Josef Kribbel und Karl Wiesweg. Es fehlt Günter Wortberg.
 

Bericht   der             vom Donnerstag, 30. Oktober 2008


Generationen über 500 Jahre zurückverfolgen

Familienforscher tagten in Gescher / Vortrag von Wiemold

Familienforschung war das große Thema bei der 55. Tagung der Arbeitsgemeinschaft Genealogie in Gescher. Rechts im Bild: Stadtarchivar Willi Wiemold.

-bv- Gescher. Familienforschung - ja, das war nun das Thema bei der 55. Tagung der Arbeitsgemeinschaft Genealogie des Kreises Borken im großen Sitzungssaal des Rathauses Gescher. Dazu begrüßte Alfons Nubbenholt, Sprecher der AG 65 Hobby-Genealogen, Teilnehmer aus dem gesamten Kreisgebiet sowie aus den Niederlanden.

Im Kreis engagieren sich ehrenamtliche Freizeitforscher auf diesem Gebiet und auch im Heimatverein Gescher gibt es seit 2006 eine Gruppe um Rudolf Pierk und Alfons Haar, die sich diesem Thema widmen, betonte Elmar Rotherm, Vorsitzender des Heimatvereins, in seiner Begrüßung. „Für mich war das Thema Ahnenforschung bis vor wenigen Jahren noch neu." Auch hier geht bei der Arbeit der Freizeitforscher nichts ohne Computertechnik und auch nicht ohne Möglichkeiten, in den Archiven zu stöbern. Wie Nubbenholt betonte, bringt die Änderung des Personenstandsgesetzes zum 1. Januar im kommenden Jahr die Genealogie einen Quantensprung voran. So wird die eigene Forschung in Archiven möglich, die Register werden an zentralen Orten gelagert und vereinfachen eine ortsübergreifende Forschung. Auch die Erforschung ganzer Orte wird wesentlich vereinfacht und Personen anderer Konfessionen werden greifbar. Offiziell einsehbar werden durch diese Neuerung auch Kirchenbücher ab 1874. 

Stadtarchivar Willi Wiemold referierte an diesem Abend zum Thema „Praktizierte Familienforschung". Er verdeutlichte, wie ausführlich und über welchen Zeitraum ein Hofarchiv erzählen kann. So ließ sich seine mütterliche Linie mit dem Vennemann über sage und schreibe 15 Generationen und einen Zeit­raum von 500 Jahren zurück­verfolgen. Per Großleinwand wurde den Teilnehmern die einzelnen Generationen mit den jeweiligen Namen vorgestellt und dazu auch Auszüge aus Tauf- und Heiratsregistern. Weit war damit der Bogen gespannt bis zur Entstehung des Namens und des ersten Namensträgers.

Die Einzelheiten zum neuen Personenstandsgesetz sind noch nicht bekannt, wie Nubbenholt erläuterte, da die Verordnungen zur Umsetzung des Gesetzes noch fehlen. Ob Totenzettelgruppe, Computergruppe oder andere Abteilungen - vielfältig ist das Aufgabengebiet und spannend sind die Entdeckungen, die dabei gemacht werden, hieß es aus dem Teilnehmerkreis. Natürlich tauschten sich die Genealogen auch untereinander aus. Schließlich gibt es in diesem Bereich immer etwas Neues zu entdecken. Selbst aus Holland waren Teilnehmer zugegen.

Im Frühjahr des kommenden Jahres wird sich diese Arbeitsgemeinschaft der Ahnenforscher in Bocholt wieder sowie im Herbst in Ramsdorf treffen.

Interessenten, die sich auch mit der Ahnenforschung beschäftigen und vielleicht sogar mit Hinweisen, Unterlagen und Beiträgen der Arbeitsgemeinschaft weiterhelfen können, sind willkommen. Ansprechpartner sind Rudolf Pierk und Alfons Haar.

 

Bericht   der             vom Dienstag, 14. Oktober 2008


Stadt-TV feilt am Jahresrückblick 2007

Gescher. Am heutigen Dienstag treffen sich die Mitglieder des Stadt-TV Gescher um 19.30 Uhr im Medienraum des Alten Rathauses, um letzte Vorbereitungen für die Filmvorführung „Jahresrückblick 2007" zu treffen. Dieser Film wird am Sonntag, 9. November, um 15 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses vorgeführt. Viele Stunden haben die Mitglieder dafür gebraucht, das vorhandene Filmmaterial zu sichten. Der Film wurde in diesem Jahr von Dr. Hubert Upgang bearbeitet. Viele Gescheraner werden sich bei den Beiträgen wiedererkennen. Schon jetzt sollte man sich den Termin notieren, da der Saal nur für 100 Personen zugelassen ist. In den Vorjahren war diese Räumlichkeit immer bis auf den letzten Platz gefüllt. Deshalb soll auf diese Veranstaltung auch nicht weiter hingewiesen werden. Wer Filmbeiträge für den noch zu erstellenden Film „Jahresrückblick 2008" beibringen möchte oder im Film- und Videoteam mitmachen möchte, ist zur Versammlung (jeden 2. Dienstag im Monat) willkommen.

 

Bericht   der             vom Mittwoch, 8. Oktober 2008


Heimatverein stellt Kalender vor

Der Kalender des Heimatvereins für 2009 ist fertig. Die ersten Reaktionen seien positiv, so der Arbeitskreis. Der Kalender im DIN-A3 Format enthält sowohl Schwarz­weiß,- als auch Farbfotos mit Heimatmotiven. Zum Preis von 9 Euro ist er bei den örtlichen Banken, Raiffeisen Gescher, Buchhandlungen Mensing und „Ihr Buchladen" und der Stadtinformation erhältlich.
 

Bericht   der             vom Montag, 6. Oktober 2008


Tradition bestaunen und probieren

Steinofenbrot und Buchweizenpfannekuchen sind Renner auf dem Museumshof

-fs-  Gescher. Duftendes Steinofenbrot, leckere Buchweizenpfannkuchen oder auch nützliche Körbe und Kiepen - all das konnten die Besucher des Strohmarktes gestern auf dem Museumshof bestaunen und probieren.

„Für ein traditionelles Steinofenbrot, wie es schon vor Hunderten von Jahren gebacken wurde, müssen zunächst einmal Busken im Wald gesammelt werden", erklärt Erich Vennes vom Heimatverein. „Busken", wie sie auf Plattdeutsch genannt werden, sind feine Holzweige, die zunächst zusammen gebunden und getrocknet werden. Mit ihnen werde der Steinofen ausschließlich beheizt, bis er eine Temperatur von 300 °C erreicht habe, während der Bäcker inzwischen die Weizenmischbrote backt, führt Kollege Bernhard Lammering weiter aus. Dann wird die Asche herausgezogen und der Ofen für die Brotlaibe gesäubert, die anschließend 50 Minuten backen müssen, so Lammering. „Für diese Brote kommen die Leute teilweise sogar aus dem Ruhrpott", grinst Vennes stolz, der schon mehrere hundert Laibe innerhalb kürzester Zeit verkauft hat. Während der Musikzug für Unterhaltung sorgte, konnten die Besucher sich auch mit anderer Hausmannskost, wie selbst gemachten Marmeladen beim Stand Schulze Scholle eindecken. 

Hans Levers dagegen brachte den Menschen ein Handwerk näher, das nach seiner Einschätzung auszusterben droht: das Korbflechten. Mit zwölf Jahren habe er damit angefangen. „Mittlerweile kann ich das mit geschlossenen Augen", lächelt der rüstige Pensionär. Beim Korbflechten wird vorgefertigtes Haselnussholz mit frisch abgeschnittenen Ästen der Korbweide umflochten, die noch nass verarbeitet werden müssen.

Glockenfreunde kamen ebenso auf ihre Kosten. Sie konnten sich im Glockenmuseum in der neuen Glockengrube von Alexa Dieker in die einzelnen Schritte des Gussverfahrens der uralten Klangkörper einweihen lassen.             

Fotos: AZ Allgemeine Zeitung       

                   

Vor dem herbstlich geschmückten Heimathaus wurde eifrig Buchweizen-Pfannkuchen gebacken.

Korbflechter Hans Levers kann sogar mit geschlossenen Augen seinem Handwerk nachgehen.

             

Hof Schulze Scholle wartete mit selbst gemachter Marmelade und eingelegtem Gemüse auf.

Bernhard Lammering kontrolliert, ob die im Steinofen gebackenen Brote schon fertig sind.

 

Bericht   der             vom Mittwoch, nn. April 2008


Plattfööte mischen den Saal auf

Generalversammlung des Heimatvereins Gescher mit einem Sahnehäubchen

Foto: Kortbus

Überraschungsgäste: Die Gruppe „Plattfööte" aus Borken bildete das Tüpfelchen auf dem „i" der Generalversammlung des Heimatvereins. Interessiert verfolgten die Teilnehmer die Vorstandsberichte (kleines Foto).

-bv-  Gescher.  Fast hundert Natur- und Heimatfreunde folgten der Einladung zur Generalversammlung des Heimatvereins Gescher ins Hotel Grimmelt. Das freute den Vorsitzenden Elmar Rotherm, der auch Bürgermeister Theßeling sowie den Ehrenvorsitzenden Ewald Koller willkommen hieß und ihm nachträglich zur Verleihung des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland gratulierte.

    Der stellvertretende Schriftführer Franz-Josef Melis machte im Geschäftsbericht 2007 deutlich, mit welchem Engagement viele Vereinsmitglieder und Bürger sich einbinden lassen, um das umfangreiche Jahresprogramm zu verwirklichen. Bewährt habe sich das neue Konzept für das Kutschenmuseum mit Literaturabenden, Konzerten, Lesungen, Wechselausstellungen, Kunstmärkten und der Einbeziehung in den Advents- und Weihnachtsmarkt.

    Ein großes Pensum absolvierten auch die Montagsfahrer mit Josef Kribbel an der Spitze. Kribbel hat nun dieses Amt an Bernhard Lammering abgegeben. Für seine langjährige Tätigkeit erhielten er und Efsing eine kleine Anerkennung des Heimatvereins.

    Auch der Dienstags- und Donnerstagskreis kümmern sich um die Pflege des Museumshofes und zusammen mit der Bäckermannschaft um das Wohl der Gäste.

    Wichtige Anlässe werden nach wie vor von Stadt-TV Gescher mit der Videokamera für den Jahresrückblick festgehalten. Der Plattdütske Kring mit Hermann Abbing an der Spitze fördert die plattdeutsche Mundart. Nicht untätig war auch die Archivgruppe bei der Dokumentation alter Unterlagen.

    Vorgestellt wurde der erstmals herausgegebene Wandkalender 2008, der noch nicht den gewünschten Absatz fand. Hier sind noch Exemplare beim Heimatverein erhältlich. Trotzdem werde es auch im nächsten Jahr einen solchen Kalender geben, hieß es.

    Kassiererin Monika Niehues konnte über eine solide Kassenlage bei 524 Vereinsmitgliedern berichten. Erwin Hamers, der zusammen mit Ruth Neumann geprüft hatte, bestätigte der Bankkauffrau eine hervorragende Buchführung. Für Ruth Neumann prüft im nächsten Jahr Paula Thesing.

    Mit Bernhard Jebing, einem Gescheraner Urgestein mit poetischer Ader konnte wieder ein Akteur gewonnen werden mit einem plattdeutschen Beitrag: „Moder is de Beste -ut olle Tieden," der mit viel Applaus belohnt wurde. Anschließen hieß es „Film ab" für Anton Nienhuis und Alois Strotmann vom Stadt-TV mit einem Streifen über die letzten Kriegsjahre in Gescher.

    Dann wurde es ein wenig unruhig im Saal, denn mit Spannung warteten die Heimatfreunde auf die angekündigte Überraschungsgruppe. Plötzlich marschierten die Plattfööte aus Borken ein. Plattdeutsche Liedbeiträge, Begebenheiten aus dem alltäglichen Leben, musikalisch dargeboten mit Gitarren- und Akkordeonbegleitung, zogen die Anwesenden in ihren Bann. Auch Hermann Abbing als „Dütschlands lustigsten und röhrigsten Rentner" war der Gruppe nicht unbekannt. Sieben Männer in Kiepenkerltracht und zwei Frauen verstanden es, gekonnt und im Wesentlichen auf Platt die Gäste unkompliziert zu begeistern. Schließlich ist diese Gruppe weit bekannt. Viel Beifall und Rufe nach einer Zugabe belohnten die musikalischen Künstler.

 

 

Bericht   der             vom Samstag, 1. März 2008


Guter Geist geleitet Montagsfahrer

Pedalritter danken Josef Kribbel / Bernhard Lammering übernimmt die Führung

-bv-  Gescher.  Keine  Ermüdungserscheinungen zeigen die Montagsfahrer im Heimatverein Gescher, die sich seit über zwanzig Jahren an jedem ersten Werktag der Woche auf die Drahtesel schwingen, um die nähere Heimat kennen zu lernen und die Naturschönheiten zu genießen. Gelegentlich gibt es auch einen Wechsel an der Führungsspitze. So legte jetzt Josef Kribbel nach neun Jahren den Führungsstab in jüngere Hände. Im Rahmen einer Pättkestour mit Kaffeepause im Hofcafé von Doris und Bernhard Weitenberg in Tungerloh-Pröbsting fand der stellvertretende Heimatvereinsvorsitzende Willi Strotmann lobende Worte für den 73-Jährigen, der mit Umsicht und Gespür die Truppe sicher und unfallfrei geleitet. „Jetzt soll damit Schluss sein. Aber mitfahren werde ich weiterhin", sagte Kribbel. Sein Nachfolger ist Bernhard Lammering, auch ein Poahlbürger der Stadt, dem man an diesem Nach­mittag eine gute Hand für die neue Aufgabe wünschte. „Bei der Unterstützung durch Josef Brillert, Hubert Efsing, Willi Köjer und Günther Wortberg ist das kein Problem," lobte Lammering die tatkräftige Unterstützung seiner Kollegen. Nichts überlassen die Verantwortlichen bei der Planung der Touren dem Zufall.

 

Foto: Kortbus

Josef Kribbel  (mit Präsent)  gab jetzt seinen Posten  als Führer der Montagsfahrer ab. Willi Strotmann (v I), Bernhard Lammering, Josef Brillert und Hubert Efsing dankten ihm für diesen Einsatz.    

   Mit Warnwesten ausgestattet und bunten Bändern an den Rädern satteln die Fahrer jedes Mal am Heimathaus auf. Mit einer Fahne werden dann Zeichen gegeben für die rund 60 Radler, die sich im Schnitt einfinden. Verkehrssichere Räder sind dabei ebenso selbstverständlich wie die Teilnahme an Schulungen zur Verkehrssicherheit durch die Polizei und Erste-Hilfe-Kurse des Deutschen Roten Kreuzes. Das alles habe auch dazu beigetragen, dass die große Truppe bislang unfallfrei gefahren ist und auch die Anzahl der „Plattfüße" nicht der Rede wert sei, betonen Kribbel und Lammering. 

   Einige Wochen in den Wintermonaten setzen die Pedal­ritter witterungsbedingt aus. Inzwischen haben sie aber schon wieder ihre Leezen flott gemacht. Die Teilnehmer an den Touren sind zwischen 58 und 85 Jahren alt. Selbst aus Stadtlohn sind seit Jahren zwei Montagsfahrer immer dabei. Die Touren enden an der Kaffeetafel, diesmal kredenzt von Doris und Bernhard Weitenberg.

 

Bericht   der             vom Samstag, 1. März 2008


Vieles in Gescher trägt seine Handschrift

Verdienstmedaille für Ewald Koller

Von Jürgen Schroer

    Gescher. Museumshof, Kutschenmuseum und viele Vereinsaktivitäten in Gescher tragen seine Handschrift. Für dieses langjährige Wirken im kulturellen Bereich hat der Bundespräsident Ewald Koller - wie kurz berichtet - mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Landrat Gerd Wiesmann überreichte die hohe Auszeichnung in einer Feierstunde im Rathaus.

   „Ehrenamtliches Engagement ist ein unverzichtbares Element für den Zusammenhalt der Gesellschaft“, sagte Wiesmann. In seiner Laudatio ging er auf den hohen Wert  des Ehrenamtes für das Funktionieren unserer Gesellschaft ein. Koller zähle zu den Menschen, „die ihre Zeit, Kraft und Fähigkeiten nicht nur für die eigene Existenz und ihre Familie einsetzen, sondern auch für die Gestaltung ihrer Stadt und das Zusammenleben der Menschen“. Von 1982 bis 1999 hatte Koller den Vorsitz im Heimatverein inne. In dieser Funktion habe er die Erweiterung des Museumshofes „Auf dem Braem“ betrieben. Wiesmann erinnerte an die Errichtung von „Museschoppe“, Backofen, Brauhaus und Remise. Im gleichen Zeitraum habe Koller maßgeblichen Einfluss auf den Umbau der ehemaligen Turnhalle zu einem Kutschenmuseum genommen – und die Vereinsmitglieder motiviert, mit viel Eigenleistung zum Umbau beizutragen. Ein Höhepunkt des Vereinslebens in Gescher sei das Erntedankfest, dessen Programm Koller maßgeblich konzipiert und umgesetzt habe. Noch heute arbeite Koller im „Montagskreis“ mit, der sich mit lokalen Veranstaltungen befasse. Wegen seiner Verdienste um den Verein hätten ihn die Heimatfreunde 1999 zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

   Seit 1982 sei Koller auch Vorsitzender der St.-Ludgerus-Schützengilde Harwick. Hier sei es ihm ein besonderes Anliegen, die jüngeren Mitglieder in die Vorstandsarbeit einzubinden. Die Tätigkeiten und Funktionen zeichneten ein Bild von Koller, „das von hohem Pflichtbewusstsein und starkem gesellschaftlichen Engagement geprägt ist“, bilanzierte der Landrat und überreichte die Medaille.

   Im Namen von Rat und Verwaltung gratulierte Bürgermeister Heiner Theßeling, der den Geehrten schon aus Schulzeiten kennt und mit einer Anekdote aus jener Zeit aufwartete. „Unser Gemeinwesen lebt davon, dass Bürger wie Ewald Koller an seiner Gestaltung mitwirken“, sagte Theßeling. Ein Wesenszug von Ewald Koller sei die Begabung, andere für ein Vorhaben motivieren und begeistern zu können. Da die Übernahme von Ehrenämtern in der Familie Koller üblich sei, falle vom Glanz des Ordens auch ein wenig auf die Geschwister und Eltern.

   Mit so einer Ehre habe er nie gerechnet, sagte Koller. Als er den Brief des Landrates geöffnet habe, sei er „einfach platt“ gewesen. Sein Dank gelte allen, die an der Antragstellung mitgewirkt hätten, besonders aber seiner Ehefrau Christel, die ihn immer unterstützt und getragen habe.

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